Telearbeit als neuer Standard birgt Herausforderungen

Die COVID-19-Krise traf uns ganz plötzlich und viel härter, als sich die meisten von uns vorstellen konnten. Selbst wenn die Mehrheit der Unternehmen über einen Notfallplan (Business Continuity Plan) verfügt, sehen diese Pläne in der Regel keinen vollständigen, allseits geltenden Lockdown vor. Von heute auf morgen hat die Gesundheitskrise gewaltige Umbrüche bewirkt, und alle Mitarbeiter, deren Aufgabenbereich es gestattete, wurden ins Homeoffice versetzt, was neue Arbeitsmethoden erforderlich machte. Innerhalb kürzester Zeit ist eine neue Dynamik entstanden, und die IT-Abteilungen standen plötzlich im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Die Aufgabe bestand nun darin, hunderte Mitarbeiter rasch mit geeigneten Geräten auszustatten, Fernzugriffe einzurichten und die IT-Netzwerke der Unternehmen entsprechend anzupassen. Dabei musste die Datensicherheit zu jedem Zeitpunkt gewährleistet sein. Eine wahre Meisterleistung!

Die vielerorts eingeführte Telearbeit birgt jedoch auch zahlreiche Herausforderungen.

Die berufliche Mobilität befindet sich an einem Wendepunkt und ist noch nie so schnell vorangeschritten wie aktuell. Wenn ich Luxemburg mit anderen Ländern vergleiche, so lässt sich feststellen, dass die meisten Unternehmen gut auf diesen Notstand vorbereitet waren und es auch weiterhin sind. Unsere hohe Kompetenz auf dem Gebiet der Informationstechnologie allgemein sowie die hochwertigen Infrastrukturen sind in dieser Hinsicht natürlich ein Vorteil.

« Die Unternehmen, deren IT-Dienstleistungen bereits auf Cloud-Lösungen (ob nun private oder öffentliche Clouds) basierten, waren optimal vorbereitet, um unverzüglich und vollumfänglich zur Telearbeit überzugehen. »

Ein internes Netzwerk ist selten für Fernzugriffe konzipiert. Wird der Fernzugriff der Architektur erst zu einem späteren Zeitpunkt hinzugefügt, ist er äußerst kostspielig und nur mit hohem Aufwand umzusetzen, insbesondere weil hohe Sicherheitsanforderungen erfüllt werden müssen. Eine bereits auf einer Cloud-Lösung basierende Umgebung sieht Fernzugriffe hingegen standardmäßig vor.

Unterdessen dürfen neben den technischen Herausforderungen die sozialen und Managementaspekte nicht vernachlässigt werden. Die gegenwärtige Situation wird noch länger andauern. Bereits unmittelbar nach dem Lockdown im Frühling gingen einige Unternehmen davon aus, dass mit einer „Rückkehr zum Normalzustand“ nicht vor 2021 zu rechnen sei. Sie sollten Recht behalten! Daher muss die Geschäftsführung alles daran setzen, um die Dynamik und die Energie aufrechtzuerhalten, die zu Beginn der Krise entstanden sind. Durch diese Zwangssituation wurden die Vorteile für die Arbeitgeber, die Arbeitnehmer und das Unternehmen im Allgemeinen offengelegt. Es geht nun darum, Rahmenbedingungen festzulegen und die richtigen Tools und Führungspraktiken anzuwenden, damit die sozialen Bindungen innerhalb des Unternehmens gestärkt werden, statt sich durch die Telearbeit abzuschwächen.

Für die Digitalisierung Luxemburgs ist eine leistungsstarke, skalierbare Konnektivität erforderlich. Um dem wachsenden Datenvolumen und der steigenden Zahl digitaler Anwendungen gerecht zu werden, investiert POST weiterhin in das „Netz der Zukunft“, indem wir 4G- und 5G-Netze weiterentwickeln bzw. ausbauen und das Glasfasernetz erweitern.

« Mit mehr als 250 Millionen Euro, die POST in den letzten fünf Jahren in Telekommunikationsnetze investiert hat, sind wir einer der wichtigsten Akteure der Digitalisierung im Großherzogtum. »

Flexible, zuverlässige und sichere Lösungen.

Die Tools für die Telearbeit müssen es den Mitarbeitern ermöglichen, ihre unterschiedlichen Aufgaben unter Bedingungen zu erledigen, die mit denen im Büro vergleichbar sind.

Ob kleine oder große Unternehmen: Die Digitalisierung stellt für alle luxemburgischen Betriebe eine wesentliche Herausforderung dar. Daher begleitet POST Luxembourg Unternehmen gleich welcher Größe aktiv, damit die Umsetzung digitaler Lösungen leicht gelingt.

Die erste Herausforderung besteht darin, sicherzustellen, dass Mitarbeitern die IT-Ressourcen des Unternehmens zur Verfügung stehen. Zweitens muss es den Mitarbeitern ermöglicht werden, selbst aus der Ferne weiter zu kommunizieren und reibungslos zusammenzuarbeiten. Darüber hinaus muss gewährleistet sein, dass der Kontakt zu Kunden und Zulieferern ebenso leicht herzustellen ist wie im Büro. Zu guter Letzt besteht eine der wesentlichen Herausforderungen der Telearbeit – insbesondere in bestimmten sensiblen Bereichen – darin, die Zugänglichkeit der Daten sowie den Kommunikationsfluss aufrechtzuerhalten. Der Informationsaustausch muss dabei gesichert erfolgen.

Dank unseren spezifischen Kompetenzen und unserer langjährigen Erfahrung auf nationaler und internationaler Ebene verfügt POST über ein umfassendes Toolsortiment für die Telearbeit.

So praktisch diese Lösungen in der gegenwärtigen Situation sein mögen, so sind sie doch völlig uninteressant, wenn sie die Vertraulichkeit der sich im Besitz des Unternehmens befindlichen Daten gefährden. Aus diesem Grund unterliegen sämtliche Projekte rund um die digitale Transformation bei POST der Verantwortung eines DPO und des POST Cyberforce Teams und es erfolgt stets eine Überprüfung der Implementierung und Validierung der Architektur durch diese Organe.

Cliff Konsbruck, Direktor von POST Telecom S.A.

Cliff Konsbruck - Telearbeit als neuer Standard birgt Herausforderungen

Dieser Artikel wurde für die Beilage Paperjam Plus – ICT der Januarausgabe des Magazins Paperjam verfasst, die am 17. Dezember 2020 erschien.